Explorerbelt 2009 Grönland
17. Juli
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Explorerbelt 2009 Grönland
Micke & Rigolo (Team 20) und Scampi & Pepe (Team 24)

Flug nach Grönland

Der Flug von vier Stunden verging sehr rasch. Neben mir sass ein 14jähriges Mädchen, das zurück nach Hause flog – nach Nuuk. Micke der neben mir sass und ich, nutzten die Gunst der Stunde und interviewten sie. Englisch beherrschte sie recht gut. Ansonsten sprach sie Dänisch – was Micke gefiel (seine Mama kommt ursprünglich aus Dänemark). Somit klappte die Kommunikation sehr gut. Interessant war es auch sehr.

In Kangerlussuaq mussten wir fast sechs Stunden warten. Zuerst gingen wir in den Laden. Ich amüsierte mich über gewisse Dinge im Kühlregal: Schweineherz, getrocknetes Robben- und Renfleisch. Besonders das Aussehen war Speziell.

Anschliessend suchte ich jemanden, der mit mir auf den „Berg“ gleich nebenan kam. Zu zweit stiegen wir 360 Höhenmeter auf (meist weglos) und entdeckten, dass das Land gar nicht so öd ist wie es von weitem aussieht. Es hat Blumen und kleine Sträucher, sowie Pilze. Wow, wir sahen bis zur Eiskante!!

Bis zum Weiterflug verbrachte ich die Zeit mit Karten schreiben, chillen, den Arbeitern zuschauen und Tagebuch schreiben. Auffällig waren die vielen „Notfälle“. Feuerwehrauto, Ambulanz und Polizei sahen wir – alle mit Sirene und Blaulicht (und der Ort ist winzig).

Ein langer Tag, da -4h Zeitverschiebung.

Endlich ging’s weiter. Gute 30 Minuten waren wir mit dem speziell für uns gecharterten „Grossheli“ Dash 7, unterwegs. Da er sehr tief flog, konnten wir die Landschaft sehr gut betrachten. Schliesslich wussten wir, dass wir uns in dieser Gegend längere Zeit aufhalten werden. Von oben sah es ziemlich nach Einöde aus. Umso schöner war der Anblick von Sisimiut - wow! Viele bunte, kleine Häuser.

In Empfang genommen wurden wir nun definitiv von den Mücken – eine richtige Plage.

Beim Flugplatz wurden wir von einem Bus abgeholt. Unterwegs tankten alle Benzin (für den Kocher) auf, was lange dauerte. Schliesslich fuhr er uns zum zwei Kilometer entfernten Campingplatz. Natur pur. Einzig ein kleines WC Häuschen (randvoll, schmutzig + ohne Papier) stand zur Verfügung. Nicht mal ein Schild deutete auf den Zeltplatz hin. Wasser holte man aus dem nahegelegenen Fluss. Mehr braucht man ja auch nicht . Bezahlen muss man nichts.

Ausserhalb von Sisimiut, nahe unseren Zelten wurden Schlittenhunde zu hunderten gehalten (erfuhren später, dass in dieser zweitgrössten Ortschaft Grönlands etwa 5500 Menschen und 2000 Schlittenhunde zu Hause sind). Alle sind einzeln angekettet, mit genügend Abstand, so dass sie nicht zueinander können. Meistens waren sie ruhig. Vor der Fütterung oder bei drohender Gefahr für die Jungtiere konnte ganz schön laut und eindringlich geheult werden.

Beim Znacht kam der Coup. Unser Kocher funktionierte nicht mit Benzin. Ich redete mit Micke Klartext: alles andere organisierte ich. Einzig der Kocher war sein Ding und ich betonte im Voraus, dass Benzin unser Brennstoff sein würde.

Er ass die Spagetti mit Mais kalt. Es war ihm zu peinlich die anderen zu fragen. Es gelang mir nach einiger Zeit, trotzdem warm zu essen. Selbstverständlich konnten wir unseren Topf auf einen anderen Kocher stellen (es waren noch viele weitere Teams ebenfalls anwesend). Nach dem Abwasch legte er sich samt Kleidung ins Zelt und schlief die ganze Nacht durch.

Ich schlenderte um die anderen Zelte und sprach mit Einzelnen. Doch es war nicht so spannend. Der vielen Mücken wegen verkrochen sich die meisten rasch in ihre Zelte. Also legte ich mich um 21.30Uhr bei Sonnenschein auch ins Zeit.