Explorerbelt 2009 Grönland
Tag 9
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Explorerbelt 2009 Grönland
Micke & Rigolo (Team 20) und Scampi & Pepe (Team 24)

Montag, 27. Juli 2009 Tag 9

Am Morgen telefoniert Brian für mich in der Landschaft herum. Es braucht mindestens drei Anrufe, bis er am richtigen Ort ist. Schlussendlich kann er mich mit einem Polizisten verbinden, der sehr gut englisch spricht.

Erst will man mich nach Sisimiut fliegen, da es dort ein Spital hat, ich will aber nach Kangarlussuaq, weil das unser Ziel ist und ich nicht zwingend einen Arzt brauche. Den ganzen Morgen verbringe ich mit Telefonieren, bis endlich das OK kommt. Ein Helikopter ist von Nuuk unterwegs und wird gegen 14.00h im Kanucenter eintreffen.

In Grönland gibt es keine Rettungsflugwacht wie in der Schweiz und ich habe keine Ahnung, was für eine Maschinerie ich in Bewegung gesetzt habe. Aber jede Person am Telefon ist bestens informiert, sehr freundlich und hilfsbereit.

Bis am Mittag sind alle Teams und die Grönländer losmarschiert und ich bleibe mit Rigolo alleine zurück im Kanucenter. Wir packen alles, dass wir parat sind, wenn der Helikopter kommt.

In den letzten zwei Tagen war viel los im Kanucenter, jetzt ist es plötzlich wieder ganz still und wir geniessen die Ruhe und die wunderbare Landschaft. Viel zu schnell werden wir wieder in der Zivilisation sein.

Kurz vor 14.00h hören wir den Helikopter. Es ist ein grosser Bell 212 von Air Greenland. Rigolo weist den Helikopter ein und er landet direkt vor der Hütte. Die beiden schwedischen Piloten helfen beim Einsteigen, verstauen das Gepäck und schon geht es los.

Der Flug dauert nur etwa 20 Minuten. Ich kann es gar nicht richtig geniessen. Nur wegen einer blöden Entzündung an meinem Knie fliegen wir die letzten Kilometer. Eigentlich sollten wir zu Fuss irgendwo in der Landschaft unterwegs sein, die unter uns vorbei zieht.

Es ärgert mich, dass ich so kurz vor dem Ziel aufgeben muss und den Trail nicht zu Ende laufen kann.

Am Flughafen von Kangarlussuaq werden wir auf dem 1.-Hilfe Posten von einer Krankenschwester erwartet. Dort bekomme ich zwei Krücken und die Telefonnummer vom Spital in Sisimiut. Ich solle mich dort melden, wenn ich Probleme habe, sie selbst sei keine Ärztin und könne mir nicht wirklich helfen. Ich erkundige mich noch, wo ich mich melden soll um den Flug zu bezahlen. Sie meinte nur, dass sei nicht nötig, es sei bereits alles mit meiner Versicherung abgesprochen.

In der Polar Lodge direkt neben dem Flughafen (World of Greenland Arctic Circle, wogac.com) beziehe ich ein Zimmer, Rigolo stellt ihr Zelt auf dem Zeltplatz auf. Wir gehen nochmals ins Flughafengebäude und treffen dort auf Abis und Merlin. Sie sind bereits einen Tag hier und absolvieren ihren Sozialeinsatz bei Christian, dem Chef der Polar Lodge.

Am Abend organisiert Christian ein BBQ für ein Kreuzfahrtschiff. Ihm sind zwei Angestellte ausgefallen und er ist froh, dass Abis, Merlin und Rigolo so spontan aushelfen. Ich bin kann mit meinen Krücken nicht helfen und humple ins Flughafenrestaurant. Dort treffe ich auf Pan, Bussard, Gulasch und Mogli und wir essen Moschusochsenburger.

Plötzlich kommt Rigolo und fragt uns, ob wir noch Hunger haben. Die Kreuzfahrer sind wieder gegangen und es hat noch drei grosse, grillierte Fische übrig, die wir haben können. Wir ziehen um zur Polar Lodge und verspeisen eine grosse Forelle und leeren noch die angefangenen Weinflaschen. Wir sitzen noch lange zusammen, erzählen uns Pfadigeschichten und gehen erst gegen 1.00h schlafen.