Explorerbelt 2009 Grönland
Tag 5
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Micke & Rigolo (Team 20) und Scampi & Pepe (Team 24)

Donnerstag, 23. Juli 2009 Tag 5

Um 8.00h schaue ich aus dem Zelt erschrecke erst mal heftig. Grosse Nebelschwaden umgeben uns und verhüllen die Landschaft. Bei so einem Wetter macht das Wandern bzw. Wegsuchen keinen Spass. Trotzdem müssen wir aufstehen. Als wir um 10.00h losziehen, hat sich zum Glück der Nebel schon stark gelichtet und die Sonne drückt durch.

      

Erstmal gehen wir zusammen mit den anderen Teams. Nach einer Stunde beschliessen wir, nach unserem Tempo zu wandern (mir ist es zu schnell, Rigolo könnte locker mit den Anderen mithalten).

Ohne gross auf die Karte zu schauen folgen wir alles dem Weg entlang. Irgendwann merken wir, dass wir nicht mehr auf der ursprünglich geplanten Route sind. Der Weg ist aber gut erkennbar und wir machen auf der alternativen Route keinen Umweg, es geht lediglich auf der Westseite des Iluliumanersuup Portornga durch. Der Anstieg geht gut und auf der Höhe machen wir an einem schönen Platz Mittagsrast.

Auch der weitere Weg ist immer gut sichtbar und einfach zu wandern, obwohl er auf der Karte als schwierig gekennzeichnet ist. Nach einem kurzen Halt an einem Bach verlieren wir aber den Weg und irren ein durch die Landschaft. Jetzt ist das Gelände mit den steilen Hängen nicht mehr so einfach und ich bekomme eine leichte Ahnung, was die "Lost in Paradise"-Teams die ersten Tage ihrer Tour erlebt haben mussten.

Unten am Maligiaq Fjord, stossen wir auf eine breite Wegschneise und Baumaschinen. Offensichtlich wurden die Maschinen und das Baumaterial per Schiff bis ans Ende des Fjords gebracht und dann mit Raupenfahrzeugen an die Baustelle einige Kilometer weiter nördlich gefahren. Die Wegschneise ist gleichzeitig unser Weg. Nicht besonders schön, aber nicht zu verfehlen. Nach etwa drei Kilometern verlassen wir die Piste und kommen an die Hütte unterhalb der Furt. Dort sind schon ein paar andere Teams am Rasten.

Als grosse Karawane ziehen wir mit den anderen Teams weiter bis zur nächsten Furt am Itinnec (Ole's Lakseelv). Beim Fluss suchen wir eine mehr oder weniger gut geeignete Stelle zum Queren. Meine Wahl ist nicht so gut. Der Fluss ist für Rigolo etwas zu tief und ihr Rucksack wird unten ein wenig nass. Sie hat aber vorgesorgt und alles wichtige wasserdicht eingepackt und das Zelt ganz zuoberst auf den Rucksack geschnallt.


Die anderen Teams schlagen ihr Zelt in der Nähe des Flusses auf. Rigolo gefällt es hier nicht sonderlich gut, also ziehen wir noch eine halbe Stunde weiter, durchqueren ein Sumpfgebiet und finden einen wunderschönen Platz leicht erhöht über dem Flusstal. Einziges Manko: Der Bach neben dem Platz ist ausgetrocknet und wir müssen sparsam mit unserem Wasservorrat umgehen.