Explorerbelt 2009 Grönland
Tag 7
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Explorerbelt 2009 Grönland
Micke & Rigolo (Team 20) und Scampi & Pepe (Team 24)

Samstag, 25. Juli 2009 Tag 7

Als ich am Morgen aufwache, habe ich ein gutes Gefühl mit meinem Knie. Ich kann es ohne Schmerzen bewegen. Die grosse Überraschung kommt dann aber beim Aufstehen. Ich kann mein Knie nicht belasten, das schmerzt sofort.

Nach dem z'Morge schleppt Rigolo beide Rucksäcke zum Kanu während dem ich mehr schlecht als recht hinterher humple. Sie muss alleine die Kanus ins Wasser ziehen und das Gepäck einladen. Ich kann nur hilflos auf einem Stein sitzen und zuschauen.

Die ersten Paddelversuche im Kanu sind noch etwas wacklig. Wasser ist nicht gerade Rigolos Element und sie fühlt sich unsicher im schwankenden Kanu. Trotzdem kommen wir ganz gut vorwärts. Nach eineinhalb Stunden kommen wir zum alten Kanucenter. Dort treffen wir auf die anderen Teams , die gerade gemütlich ihr Porridge kochen.

Die Explorerbelt-Leitung hat unterdessen alle Teams auf die Standardroute (Arctic Circle Trail) gelotst und das Ziel vom Inlandeis nach Kelly Ville vorverschoben. Die Teams, die bereits im Kanucenter sind und somit zu den Schnelleren zählen, können nun locker einen Pausentag einschalten.

Meinem lädierten Knie schadet ein Ruhetag sicher auch nicht.

Wir besprechen im Kanucenter mehrmals meine Situation und kommen zu möglichen Lösungen:

  • ich melde einen Notfall bei meiner Reiseversicherung und lasse mich von einem Helikopter nach Kangarlussuaq fliegen

  • das Kanucenter wird zu einem Sammellager für evtl. andere Verletzte oder Geschwächte und es gibt dann einen Sammelflug nach Kangarlussuaq

  • Bussard organisiert eine Rettungskolonne, die sich mit mir und zwei Kanus Richtung Süden zum Søndre Strømfjord durchschlägt

  • ich paddle mit Rigolo bis ans Ende des Amitsorsuaq. Bussard geht voraus und versucht von Kelly Ville aus ein Quad zu organisieren, das mich dann abholt

Ich möchte erst mal über alles schlafen, schauen, wie es am nächsten Tag meinem Knie geht und dann mit meiner Reiseversicherung telefonieren und die ganze Situation besprechen.