Sonntag, 26. Juli 2009 Tag 8

Am Morgen versuche ich meiner Reiseversicherung (ETI TCS) anzurufen. Zum Glück hat die TCS-Mitarbeiterin in Genf die Situation schnell begriffen. Trotzdem brauchte es noch einige Telefonate, bis alles geklärt ist und ich vom TCS grünes Licht bekomme. Sogar mit der Rega wollen sie mich verbinden, was aber irgendwie nicht klappt. Schlussendlich darf ich selber einen Helikopter organisieren, der TCS kommt für die Kosten auf, will aber am Schluss noch ein Arztzeugnis sehen.
Mit diesem positiven Bescheid richte ich mich für einen weiteren Ruhetag ein und schone so gut es geht mein Knie.
Rigolo hat am Morgen ein Team ein Stück weit dem See entlang begleitet. Für sie ist es nicht einfach so kurz vor dem Ziel aufzugeben. Sie könnte problemlos mit einem anderen Team die Route fertig laufen. Trotzdem bleibt sie bei mir im Kanucenter und hilft mir in meiner misslichen Lage.
Am Abend kann ich per Telefon der Explorerbelt Leitung sagen, dass der TCS die Kosten übernimmt und ich den Helikopter selbst organisiere. Fleisch ist froh darüber, dass ich mir selber helfen kann und dem Explorerbelt keine Kosten entstehen.
Diese Nacht übernachten drei neue Teams im Kanucenter. Es treffen auch noch zwei grönländische Familien ein. Die Hütte ist ziemlich voll.
Ich frage Brian, einen der Grönländer, der sehr gut englisch spricht, ob er für mich am nächsten Tag wegen dem Helikopter telefonieren könne. Ich befürchte, dass nicht auf jedem Polizeiposten englisch gesprochen wird. Er will mir gerne helfen.
Jetzt ist alles eingefädelt und ich kann beruhigt in den Schlafsack kriechen.
