Freitag, 24. Juli 2009 Tag 6

Wir stehen um 8.00h auf und nehmen nach dem z'Morge den weiteren Anstieg unter die Füsse. Es ist ziemlich anstrengend und Bäche zur Abkühlung bzw. zum Auffüllen der Wasserflaschen hat es keine. Auf der Höhe hat es zwar ein paar kleine Seen, die sind aber alle morastig und wir verzichten daraus zu trinken.
Von jetzt an begleitet uns auch noch ein ziemlich starker und frischer Wind. Kurz vor der Hütte finden wir einen sauberen See, bei dem wir endlich unsere Flaschen auffüllen können. Wahrscheinlich haben sich bei dieser Rast meine Rucksackriemen so verstellt, dass ich grosse Probleme mit dem Tragen bekomme. Nach nur 20 Minuten muss ich bereits wieder anhalten und die Riemen neu einstellen. Das hat genützt und ich kann wieder normal weiterwandern. Dafür meldet sich jetzt mein rechtes Knie mit leichten Schmerzen. Ich hoffe, dass sie nicht schlimmer werden.

Am Kangerluatsiarsuaq machen wir unseren Mittagshalt, diesmal ohne Suppe, da wir am Morgen zu wenig Wasser hatten um die Suppe zu kochen und in die Thermosflaschen abzufüllen. Und jetzt haben wir keine Zeit und Lust den Kocher auszupacken und eine Suppe zu kochen. Ich pflege mein Knie und montiere die Manschette, da der Schmerz immer stärker wird.
Das Wandern wird für mich immer schwieriger, der Schmerz immer grösser. Nach zweieinhalb Kilometern nehme ich ein Brufen 600 Schmerzmittel um noch bis zum nächsten See zu kommen. Wir hoffen, dass wir am nächsten Tag mit einem Kanu den Amitsorsuaq entlang fahren können und sich dabei mein Knie erholen kann.
Offensichtlich ist auch den anderen Teams bekannt, dass es am See ein paar Kanus hat. Es entwickelt sich eine Art Wettlauf zum Amitsorsuaq, denn es hat nicht für alle Teams ein Kanu.

Zum Glück finden wir am See noch ein paar Kanus. Trivi und Ventil (Team 8) sowie Wurzel und Strolch vom Team 2 stechen noch am gleichen Abend mit dem Kanu in See. Uns hat es zu viel Wind und Wellen und wir übernachten lieber am See und hoffen auf besseres Wetter. Damit uns kein anderes Team ein Kanu wegschnappt, sichern wir uns zwei Paddel und nehmen sie zum Zelt.
Im Zelt schmiere ich mein Knie mit Voltaren ein und hoffe, dass über Nacht die Schmerzen nachlassen.

