Explorerbelt 2009 Grönland
Team 24
http://eb09.nanuk.tv/team-24.html

© 2010 Explorerbelt 2009 Grönland
http://eb09.nanuk.tv
Explorerbelt 2009 Grönland
Micke & Rigolo (Team 20) und Scampi & Pepe (Team 24)

Ausgangslage

Der Explorerbelt führt uns 10 Tage durch unbewohntes Gebiet. Der zweite Teil dieser Strecke führt entlang der Polar Route, wie sie in zahlreichen Trekking-Führer und -Reise­berichten beschrieben wird (Die Polar Route führt von Kangerlussuaq nach Sisimiut). Gemäss diesen Reiseberichten begegnet man dort nur selten Menschen, und dies sind keine Einheimischen sondern andere, ausländische Wanderer, die der Polar Route folgen.

Den Trekking-Führer und -Reiseberichten ist zu entnehmen, dass die Polar Route teilweise mit "Steinmannlis" und teilweise überhaupt nicht markiert ist. Selbst jene Strecken, die auf den Karten im Massstab 1:100'000 als markierte Wanderroute eingezeichnet sind, sollen teilweise ungenügend bis gar nicht markiert sein. Unsere Route enthält gemäss den Signaturen auf diesen Karten sowohl markierte als auch nicht markierte Streckenabschnitte.

Ein Steinmannli oder (in der Sprache der Inuit) Inuksuk ist ein künstlich angelegter Steinhaufen zur Wegmarkierung. Ein Steinmannli ist einfach erstellt und hat den Vorteil, dass es das raue Klima deutlich besser überlebt als irgendein farbig angemalter Holzpfahl oder sonstige Markierungen.

 

Projektidee

Wir leisten unseren Beitrag zu einer besseren Wegmarkierung und ergänzen die bestehende, rudimentäre Wegmarkierung mit zusätzlichen Inuksuks. Damit bieten wir den Wanderern, die in diesem Gebiet unterwegs sind, eine gut sichtbare Orientierungshilfe.

 

Umsetzung

Die Umsetzung vor Ort sieht wie folgt aus:

  1. Wenn wir entlang unserer Route auf schlecht oder nicht markierte Streckenabschnitte treffen, werden wir Markierungen in Form von Inuksuks errichten. Der Aufwand in der Summe beschränken wir auf maximal 1 Tag, um das restliche Projekt nicht zu gefährden.

  2. Neu errichtete Inuksuks werden mit GPS vermessen.

  3. Wenn wir anderen Wanderern begegnen, suchen wir gezielt das Gespräch. Wir informieren über unser Projekt, bringen in Erfahrung, wo sie schlecht markierte Wegabschnitte auf ihrer Route angetroffen haben und ermuntern sie, zum Wohle der Allgemeinheit auch selbst mal ein Inuksuk zu errichten.

 

Dokumentation

Den Sozialeinsatz dokumentieren wir wie folgt:

  1. Auf den Karten im Massstab 1:100'000 zeichnen wir unsere Route ein. Farblich wird unterschieden, welche Streckenabschnitte gut, schlecht oder gar nicht markiert sind, und welche Streckenabschnitte durch unseren Einsatz nun gut markiert sind.

  2. Alle von uns neu erstellten oder reparierten Steinmannlis wird der genaue Standort mit GPS ermittelt und – soweit der Akku unserer Digicam reicht – mit einem Vorher-Nachher-Bild dokumentiert.

  3. Soweit es das Copyright zulässt (Kartenmaterial), veröffentlichen wir diese Informationen im Internet im Sinne einer Ergänzung der bestehenden im Internet verfügbaren Reiseberichte.

 

Durchführung

Erstens kommt alles anders und zweitens als man denkt.

Das Team 24 wurde bereits nach einem halben Tag neu zusammengestellt. Anstelle der geplante Rundtour folgte das "neue" Team 24 bestehnd aus Rigolo vom Team 20 und Scampi vom "alten" Team 24 den Artic Circle Trail nach Kangarlussuaq (siehe auch die Ausführungen im Tagebuch).

Die ursprünglich geplante Rundtour führte fast zur Hälfte auf unmarkierten Wegen, wo wir auch unsere Sozialaktion durchführen wollten. Der Arctic Circle Trail ist aber meistens gut erkennbar und genügend mit Steinmannlis markiert. Es braucht zwar ein wenig Übung, die Wegspur zu finden, vor allem nachdem man sie z.B. wegen einer Bachüberquerung kurz verlassen musste. Man kann vier Meter neben der Spur stehen, sie aber nicht sehen.

Wenn keine Steinmannlis mehr sichtbar waren, waren wir auch meistens vom Weg abgekommen. Wenn wir an so einer Stelle ein neues Steinmannli errichtet hätten, wäre das natürlich ein trügerisches "Irrlicht" geworden.

Aus diesen Gründen haben wir auf die Erstellung von neuen Steinmannlis auf dem Arctic Circle Trail verzichtet.

Am Ziel in Kangarlussuaq konnte Rigolo zusammen mit Abis und Merlin vom Team 10 Christian Frimodt, dem Chef der Polar Lodge (www.wogac.com, World of Greenland Arctic Circle). als Sozialeinsatz bei verschiedenen Tätigkeiten helfen. Sie halfen im Service bei einem BBQ oder sie packten am Rande des Inlandeises Zelte, Schlafsäcke und Schlafmatten von einem Schamanen-Camp zusammen.

Die Entzündung an meinem rechten Knie, hat mich weitgehend ausser Gefecht gesetzt und ich konnte bei diesen Einsätzen leider nicht mithelfen.