Explorerbelt 2009 Grönland
Rigolo und Micke
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Explorerbelt 2009 Grönland
Micke & Rigolo (Team 20) und Scampi & Pepe (Team 24)

Rigolo und Micke

Aufgewachsen umgeben von Bergen in Bad Ragaz; besuchte das Lehrerseminar in Sargans - wohne und arbeite nun seit sieben Jahren in Buchs SG. Besonders mit der momentanen 5./6. Doppelklasse macht es mir grosse Freude.

Bereits von klein an war ich oft in der Natur: entweder musste ich im Garten helfen, wir spielten im Wald oder die Eltern unternahmen Berg- und Skitouren mit mir.

Positiv:

  • ich kann gut organisieren, planen
  • liebe die Natur und unternehme gerne etwas
  • habe Ausdauer

Negativ:

  • ich bin nicht wirklich geduldig, Langeweile mag ich gar nicht

Bisherige Pfadiarbeit

Ich trat in der ersten Klasse der Pfadiabteilung Ital Reding Bad Ragaz bei, wo ich nach dem Durchlaufen der zweiten Stufe zur Leitung in der 1.Stufe angefragt wurde. Mit viel Freude führte ich jeweils die Samstagnachmittagsübungen durch. Nach dem obligatorischen Zwischenjahr der damaligen Lehrerausbildung engagierte ich mich in der 1.Stufe der kantonalen Leitung. Fünf Jahre später übernahm ich das Amt der kantonalen Ausbildungsverantwortlichen des KV´s SG/AR/AI. Mit Leib und Seele setzte ich mich ein. Im März 08 verliess ich nach 10 intensiven Jahren die Kantonsleitung, denke aber oft noch ans Geschehen.

Ausbildungsmässig durchlief ich ziemlich alle möglichen Kurse und muss sagen, jeder war auf seine Art schön, faszinierend und lehrreich. Panokurs, Ausbildner, Expertenkurs, Gilwellkurs, Spektrumskurs, Sicherheitsmodule Sommer und Winter, Sicherheits ZK Winter. In dieser Zeit war ich bei 16 Kursen als Leiterin/Expertin tätig. Der letzte grosse Höhepunkt war das Bula. Ich leitete das Ausflugsteam. Wir erarbeiteten für alle Teilnehmenden und Leitenden Ausflüge und organisierten Wasseraktivitäten und Badeplätze. Für mich sehr spannend war auch die Zusammenarbeit mit den SBB. Innerhalb zweier Jahre bekam ich hautnah mit, dass dieser Anlass auch für einen Grossbetrieb ein nicht alltägliches Geschäft war.

Nach dem Sommer 08 fühlte ich mich richtig mies. Keine Sitzung, keine Herausforderung – es war eine grosse Leere. Seither bin ich wieder viel öfters in den Bergen unterwegs und nahm das Klettern wieder auf. Pfadimässig bin ich viel weiter weg vom Geschehen, pflege jedoch Kontakte und wer weiss, vielleicht fasziniert mich wieder mal ein Projekt völlig. In den letzten Monaten besuchte ich den Coachexperten und Kidsexpertenkurs, leitete den PBS Coachkurs mit und werde mich bei der Kids Umschulung im KV als Leitungsperson einsetzen. So bleibe ich wenigstens einigermassen am Ball.

Wie wir uns kennen lernten

Rigolo reist(e) gerne in den Norden, wobei sie an der Reception des letzten Schwedischen Campingplatzes mit einem langen Schweden in Kontakt kam. Dieser freute sich über eine Person aus der Schweiz, da er bereits zu diesem Zeitpunkt mehrere Monate in dem kleinen, mit hohen Bergen umsäumten Land verbracht hatte. Infolgedessen wurden die Adressen ausgetauscht. Nach losem Kontakt kam zwei Jahre später ein gemeinsamer Skitag in Laax mit anschliessender Einführung in unseren Fasnachtsbrauch (den sie im Norden nicht kennen) zustande. Da beide ähnliche Interesse hegen, blieb man in Kontakt.

Wie es zur Anmeldung kam und Motivation für den Explorerbelt

Ich bekam irgendwo den Flyer des EB ausgehändigt. Da mich die nördlichen Länder seit jeher faszinierten und Gröndland bisher unerreichbar schien, sprach mich dieses Projekt sogleich an. Von da an ging es mir nicht mehr aus dem Kopf. Meine einzige Bedingung war, dass ich einen Partner finde, den ich kenne und mit dem ich somit gut auskommen werde. Aus meinem Kollegenkreis der CH-Pfadi ergab sich jedoch nichts. Spontan wanderten die Gedanken eines Tages in den Norden, ich dachte an Micke und fragte ihn an.

Blick nach vorne

Obwohl die Begebenheit, dass ich meinen Partner nicht gut kannte wenig zu mir passt, hatte ich von Anfang an ein gutes Gefühl. Dass das Zwischenmenschliche klappen wird, erlebte ich in meiner Schwedenwoche über Ostern. Vom ”technischen” her, fühle ich mich gewappnet. Ich versuche jedoch, nicht zu euphorisch zu sein und mich geistig auf Herausforderungen vorzubereiten. Momentan ersehe ich folgende Bereiche als Challenge:

  • körperlich: weites gehen mit schwerem Gepäck – hoffe sehr meine Knie machen mit

  • psychisch: ich war noch nie tagelang wandern ohne nicht mit anderen Leuten in Kontakt gekommen zu sein. Wie wirkt sich wohl sich ähnenlnde Lanschaft auf mich aus?

  • Natur: bis 200 Stundenkilometer Wind; Gewässer, Moore,... – wie kommt man weiter (wobei dies in Schweden ähnlich ist; wir in der CH haben ja überall Wege und Brücken)

Juhui – ich hege keinerlei Zweifel und freue mich riesig auf dieses Abenteuer!