Explorerbelt 2009 Grönland
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Explorerbelt 2009 Grönland
Micke & Rigolo (Team 20) und Scampi & Pepe (Team 24)

Grönland – Kalaallit Nunaat

Grönland (auf Grönländisch Kalaallit Nunaat – „Land der Grönländer“, dänisch Grønland – „Grünland“) ist die größte Insel der Erde und mehr als fünfizigmal so groß wie die Schweiz. Geographisch wird sie zum arktischen Nordamerika gezählt, politisch ist sie autonomer Bestandteil des Königreichs Dänemark. Seit 1979 besteht das Autonomiestatut (hjemmestyreloven) als Nation innerhalb des Königreichs Dänemark, seit 1985 ist Grönland nicht mehr Mitglied der Europäischen Gemeinschaft und gehört gemäß Art. 3 Abs. 1 ZK auch nicht zum Zollgebiet der Gemeinschaft. Grönland ist innenpolitisch komplett unabhängig, wird in allen außenpolitischen Angelegenheiten jedoch von Dänemark vertreten. Am 25. November 2008 fand eine Volksabstimmung statt, mit der die Ersetzung des seit 1979 geltenden Autonomiestatus durch eine Selbstverwaltungsordnung erreicht wurde.

[Quelle: Wikipedia.de]

 

Klima

In Grönland herrscht polares und subpolares Klima, das an der Westküste durch den Grönlandstrom gemildert wird, der hier über den Nordatlantischen Strom und den Golfstrom mit relativ warmem Wasser versorgt wird. Die Temperatur auf dem Inlandeis hat ein absolutes Temperaturminimum von -70 °C; im Sommer kommt sie bis an 0 °C heran. Die Küstenstreifen, an der Westküste bis 150 km breit, und alle vorgelagerten Inseln sind eisfrei und haben Tundrenvegetation, die nach Norden hin stark abnimmt. Rund 100 km von der Küste entfernt ist das Klima deutlich kontinental geprägt, ähnlich wie das Klima Sibiriens oder Mittelalaskas. Ein Beispiel hierfür ist die Stadt Kangerlussuaq (Søndre Strømfjord). In den Bohrkernen von Material unter dem mehr als 2.000 Meter dicken Eis wurden DNA-Spuren von Pinien, Eiben, und Erlen, sowie von Schmetterlingen und anderen Insekten gefunden, die ein Alter zwischen 450.000 und 800.000 Jahren aufweisen. Aufgrund von Messunsicherheiten könnte es sich aber auch um etwa 120.000 Jahre alte DNA handeln. Die Forscher um Martin Sharp (University of Alberta, Kanada) vermuten daher, dass Grönland vor der Vergletscherung während der Riß-Eiszeit ein „grünes Land“ war, mit deutlich wärmerem Klima als heute. Auch während der Mittelalterlichen Warmzeit wurde die südwestliche Küste als ein „grünes Land“ bezeichnet und von Wikingischen Siedlern bewohnt. Der Niedergang dieser Siedlungen im 15. Jahrhundert wird auf ein Zusammenspiel von Überweidung, Kleiner Eiszeit und die Konkurrenz der Thule-Kultur der Inuit zurückgeführt.

[Quelle: Wikipedia.de]

 

Bevölkerung

Die Inuit Grönlands werden in drei Gruppen unterteilt. Den Hauptteil stellen die Westgrönländer dar, die an der Westküste zwischen Upernavik und Nanortalik leben. Die Ostgrönländer, die in den Kommunen Tasiilaq und Ittoqqortoormiit leben, trafen erst vor etwa 100 Jahren auf Europäer. Die Nachfahren der letzten Einwanderungswelle von Inuit aus Kanada stellen die Polarinuit (Inughuit) dar, die in Avanersuaq leben. Vor allem in den größeren Orten Grönlands lebt auch eine europäische (meist dänische) Minderheit, die insgesamt etwa 12 % beträgt. Diese Minderheit ist zu 90 % in Nuuk zu finden. Größere Orte sind die Hauptstadt Nuuk (Godthåb), Aasiaat (Egedesminde), Uummannaq, Qasigiannguit (Christianshåb), Ilulissat (Jakobshavn), Sisimiut (Holsteinsborg), Maniitsoq (Sukkertoppen), Tasiilaq (Ammassalik), Narsaq, Upernavik, Nanortalik, Paamiut (Frederikshåb), Qaqortoq (Julianehåb). Ebenfalls den Stadtstatus haben Ivittuut, Kangaatsiaq, Qaanaaq (Thule), Ittoqqortoormiit (Scoresbysund). Das häufige Vorkommen deutscher Familiennamen, wie Fleischer, Kleist, Chemnitz oder Kreutzmann beruht auf der protestantischen Missionstätigkeit, vor allem durch Herrnhuter.[3] Missionare heirateten Inuitfrauen und/oder adoptierten Inuit-Kinder. Die heutigen Namensträger sind Grönländer, die außer dem Namensgeber zumeist keine deutschen Vorfahren haben. Etwa 20 % der Bevölkerung sind außerhalb des Landes geboren. 88 % gelten als Grönländer (Nachfahren der Kalaallit). Aufgrund der andauernden Rückwanderung europäischer Bewohner bleibt die Bevölkerungszahl fast konstant. 98 % der Bevölkerung sind protestantisch. Das Bevölkerungswachstum lag 2007 bei 0 %. Die Bevölkerungszahl stagniert also.

[Quelle: Wikipedia.de]